Ratgeber

Was kostet ein
Hochzeits-DJ?

Die üblichen Preisspannen, die echten Kostentreiber und die Fragen, die ihr jedem DJ stellen solltet.

Die kurze Antwort

Für einen erfahrenen Hochzeits-DJ mit eigener Ton- und Lichttechnik liegen die Preise in der Region Augsburg und München meist zwischen 1.500 und 2.000 Euro für den ganzen Abend. Einfache Party-DJs ohne eigenes Equipment beginnen deutlich darunter, bekannte Namen aus den Großstädten liegen darüber. Das ist eine Markteinschätzung zur Orientierung. Was euer Abend bei mir kostet, steht in eurem Angebot, sobald ich Datum, Location und Umfang kenne.

Ich schreibe das so offen auf, weil ich diese Frage in fast jedem Vorgespräch höre und weil viele Brautpaare sie sich nicht zu stellen trauen. Ihr plant gerade einen der teuersten Tage eures Lebens. Ihr dürft wissen, wofür ihr bezahlt.

Was hinter den Preisspannen steckt

Wenn ihr Angebote einholt, werdet ihr grob auf vier Ebenen stoßen. Die folgenden Zahlen sind meine Beobachtung aus dem Markt in Schwaben und Oberbayern, keine offizielle Preisliste.

Unter 1.000 Euro

Meist Nebenberufler oder Einsteiger. Oft gute Leute, aber selten mit eigener Anlage in Hochzeitsgröße, selten mit Ersatzgerät und fast nie mit einem echten Vorgespräch. Für eine Gartenparty mit 40 Gästen kann das genau richtig sein. Für eine Hochzeit mit Reden, Trauung und 120 Gästen wird es eng.

1.000 bis 1.500 Euro

Hier beginnt der Bereich, in dem Technik und Vorbereitung normalerweise enthalten sind. Achtet in dieser Spanne besonders darauf, was nicht im Preis steht: Anfahrt, Lichttechnik und Mikrofone tauchen hier gern als Zusatzposten auf.

1.500 bis 2.000 Euro

Das ist die Spanne, in der sich die meisten hauptberuflichen Hochzeits-DJs der Region bewegen. Ihr bekommt dafür in der Regel den ganzen Abend, komplette Ton- und Lichttechnik, Mikrofone für die Reden und eine echte Vorbereitung.

Über 2.500 Euro

Bekannte Namen aus München oder Stuttgart, oft mit Team, aufwendiger Lichtshow oder Live-Elementen. Das kann jeden Cent wert sein. Es ist aber kein Qualitätsmerkmal an sich, und ein höherer Preis garantiert euch keine vollere Tanzfläche.

Was den Preis wirklich bestimmt

Die Dauer

Bei mir sind 8 Stunden im Angebot enthalten. Sie laufen ab dem Sektempfang, wenn die Hintergrundmusik beginnt, und decken den üblichen Bogen bis in die Nacht ab. Wird es später, kostet jede Verlängerungsstunde 100 Euro, und ihr entscheidet spontan am Abend. Ihr müsst euch also nicht Monate vorher festlegen, wie lange ihr feiern wollt. Das weiß man vorher ohnehin nicht.

Die Technik

Tonanlage, Lichttechnik und Mikrofone für Reden gehören bei einem Hochzeits-DJ ins Paket. Bei mir steht eine Anlage von Voice-Acoustic, dazu ein Ambiente-Lichtpaket. Für die freie Trauung und den Sektempfang kommt eine separate, dezente Anlage von Bose dazu. Wer Technik einzeln zumieten muss, zahlt am Ende oft mehr.

Ein Punkt, der auf Angeboten fast nie steht und trotzdem viel ausmacht: Ersatzgeräte. Ein zweiter Mixer und ein Ersatzmikrofon kosten Geld, das ihr hoffentlich nie bemerkt. Sie sind der Unterschied zwischen einer kurzen Pause und einem stillen Abend.

Die Anfahrt

Innerhalb von Augsburg fällt sie kaum ins Gewicht. Für München oder das Allgäu kommt ein Anfahrtsposten dazu, der bei mir vorab im Angebot steht und nicht erst auf der Rechnung auftaucht. Fragt gezielt nach, ob die Rückfahrt mitgerechnet ist und ob bei später Endzeit eine Übernachtung dazukommt.

Die unsichtbare Arbeit

Der Abend selbst ist nur ein Teil. Dazu kommen Vorgespräch, Musikplanung mit Wunsch- und Tabu-Liste, Abstimmung mit der Location, Aufbau und Technik-Check vor Eintreffen der Gäste. Ein seriöses Angebot rechnet diese Stunden ein. Ein auffällig billiges meistens nicht.

Bei mir liegen über den Daumen zehn bis zwölf Stunden vor dem ersten Song: das Vorgespräch, das Durchgehen eurer Wunschliste, der Abgleich mit der Location, die Anfahrt, der Aufbau und der Technik-Check. Ich baue rund zwei Stunden vor Eintreffen der Gäste auf und hinterher leise ab, damit ihr davon nichts mitbekommt.

Termin und Saison

Ein Samstag im Juni ist die gefragteste Kombination des Jahres. Wer bei einem Freitag, einem Sonntag oder einem Termin außerhalb von Mai bis Oktober flexibel ist, findet erfahrungsgemäß leichter einen freien DJ. Ob sich das auch im Preis niederschlägt, ist von DJ zu DJ verschieden. Fragt einfach nach.

Was gern extra kostet

Diese Posten stehen selten im Grundpreis. Klärt sie früh, dann gibt es später keine Überraschung.

  • Freie Trauung und Sektempfang. Ein zusätzlicher Zeitblock mit eigener Technik, oft mehrere Stunden vor dem eigentlichen Abend.
  • Verlängerung nach Mitternacht. Bei mir 100 Euro pro Stunde, spontan entscheidbar.
  • Zusätzliche Räume. Wenn Trauung, Essen und Party an drei verschiedenen Orten stattfinden, braucht es mehr Technik und mehr Aufbauzeit.
  • Extras wie Fotobox oder Audio-Gästebuch. Sinnvolle Ergänzungen, aber eigene Positionen.
  • Nebel und Funkenfontänen. Nicht jede Location erlaubt beides. Klärt das mit eurer Location, bevor ihr es einplant.

Woran ihr ein gutes Angebot erkennt

  • Alle Posten stehen drin: Spielzeit, Technik, Anfahrt, Verlängerung. Nichts taucht erst auf der Rechnung auf.
  • Ein persönliches Vorgespräch ist enthalten, kein bloßer Online-Fragebogen.
  • Es gibt eine Antwort auf die Frage: Was passiert, wenn der DJ krank wird?
  • Der DJ, mit dem ihr sprecht, ist der DJ, der am Abend hinter dem Pult steht.
  • Es gibt einen schriftlichen Vertrag, in dem Datum, Uhrzeit, Ort und Leistung stehen.
  • Ihr bekommt eine klare Aussage dazu, wie lange vorher aufgebaut wird und ob diese Zeit auf eure Stunden angerechnet wird.

Fünf Fragen, die Angebote vergleichbar machen

Zwei Angebote mit derselben Zahl unten rechts können völlig Verschiedenes enthalten. Mit diesen Fragen bekommt ihr sie auf eine Ebene. Stellt sie jedem Kandidaten, auch mir.

  • Wie viele Stunden Spielzeit sind enthalten, und ab wann läuft die Uhr?
  • Welche Technik ist dabei, und was müsste ich zusätzlich mieten?
  • Ist die Anfahrt enthalten, hin und zurück?
  • Was kostet eine Stunde länger, und wann muss ich mich entscheiden?
  • Wer steht am Abend hinter dem Pult, und was passiert im Krankheitsfall?

Warum billig teuer werden kann

Der Unterschied zwischen 700 und 1.800 Euro zeigt sich selten in der Anlage und fast immer im Ablauf: keine Absprache, keine Tabu-Liste, kein Ersatzgerät, wenn etwas ausfällt. Eine Hochzeit lässt sich nicht wiederholen. Deshalb lohnt es sich, die Fragen aus der Liste oben jedem Kandidaten zu stellen, auch mir.

Die Tabu-Liste unterschätzen übrigens die meisten. Es gibt in fast jeder Familie ein Lied, das an diesem Abend nicht laufen soll, und die Gründe dafür gehen niemanden etwas an. Ein DJ, der vorher nicht danach fragt, kann das nicht wissen. Und ein Gast, der es sich am Pult wünscht, weiß es meistens auch nicht.

Der zweite Punkt ist der Ablauf. Wann die Reden liegen, wann das Buffet öffnet und wann der Hochzeitstanz kommt, entscheidet mehr über den Abend als die Musikauswahl. Wie ich das plane, steht im Artikel zum Ablauf eurer Hochzeitsfeier.

Wie ihr euer Budget gewichtet

Wenn das Budget knapp ist, ist die ehrlichste Empfehlung, die ich geben kann: Spart eher an der Dauer als an der Person. Sechs Stunden mit jemandem, der eure Feier vorbereitet hat, sind mehr wert als zehn Stunden mit jemandem, der eure Namen zum ersten Mal am Abend hört. Verlängern könnt ihr spontan. Vorbereitung könnt ihr nicht nachholen.

Und falls ihr noch grundsätzlich überlegt: Der Vergleich DJ oder Band beantwortet die Frage, die dem Budget meistens vorausgeht.

Wie ich arbeite, lest ihr auf der Seite für Hochzeiten in Augsburg. Und wenn ihr wissen wollt, was euer Termin kostet: Anfrage mit Datum und Location genügt, die Antwort kommt innerhalb von 24 Stunden.

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